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Rekord-Goldpreis ist Alarmsignal

6. August 2020

Am gestrigen Dienstag ist der Preis für eine Feinunze Gold erstmalig über den Wert von 2000 Dollar gestiegen. Offensichtlich steigt das Misstrauen in die wirtschaftliche Entwicklung in fast nie gekannten Ausmaß an. Denn Gold ist eine klassische „Krisenwährung“.

Und auch hierzulande berichten Edelmetallhändler von beispielloser Nachfrage. Hat doch „Corona“ deutlich vor Augen geführt, wie fragil das globalisierte Wirtschaftssystem ist. Und auch das Vertrauen in die „Rettungs“-Maßnahmen der EU scheint nicht allzu hoch zu sein.

Für die Bayernpartei ist der Rekord-Goldpreis ein ernstes Alarmsignal. Denn gerade in wirtschaftlichen Dingen gibt es sehr oft eine Art Herdeninstinkt, der nicht unterschätzt werden sollte. Die Bayernpartei fordert seit langen, dass die EU-Institutionen endlich damit aufhören müssen, auf jede Krise damit zu regieren, noch mehr Geld zu drucken. Das Inflations-Risiko wurde so in eine nicht beherrschbare Höhe getrieben, was sicher auch den Goldpreis erklärt.

Der Landesvorsitzende der Bayernpartei, Florian Weber, unterstrich diese Forderungen und warnte gleichzeitig vor einem Goldverbot: „Gerüchteweise wird auf nationaler und europäischer Ebene ja schon seit längerem darüber diskutiert, Privatpersonen aber auch Firmen den Besitz von Gold als Wertanlage zu verbieten. Das wäre übrigens eine Maßnahme, die in der Geschichte durchaus nicht ohne Vorbild ist. So gab es ein derartiges Verbot im Vereinigten Königreich von 1966 bis 1971, in den USA sogar von 1933 bis 1974.

Ich kann hiervor aber nur warnen. So etwas ist für ein Gemeinwesen, das sich als demokratischer Rechtsstaat sieht, schlicht unwürdig. Und das Vertrauen – etwa in die EU und den Euro – würde ins Bodenlose sinken. Vertrauen jedoch ist das Einzige, das den Euro-Laden derzeit noch zusammen hält.“

(Bild/Pixabay)