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Sofortiger Stopp des Kanzleramts-Erweiterungsbaus

14. Oktober 2020

Das Kanzleramt ist zu klein – nach Ansicht der Berliner Bürokraten. Es ist zwar jetzt schon der größte Regierungssitz der westlichen Welt, erheblich größer als etwa der Elysee-Palast und Downing Street Number 10. Und achtmal größer als das Weiße Haus in Washington.

Weil man sich aber in Berlin selten von Fakten beeindrucken lässt, soll ein Erweiterungsbau her. Der geplante, für die Bundeshauptstadt typische Protzbau soll 50.000 Quadratmeter groß sein und 600 Millionen Euro kosten. Oder umgerechnet 19.000 Euro pro Quadratmeter. Dafür soll der Bau aber auch neun(!) fünfgeschossige Wintergärten enthalten und eine nagelneue Landeplattform für Hubschrauber. Und – als Symbol ganz wichtig – eine fensterlose Mauer nach außen. Kritik seitens des Bundesrechnungshofes entgegnete man, man können nicht hinter das „architektonisch-bautechnische Niveau des bestehenden Kanzleramts absinken“.

Die Bayernpartei fordert einen umgehenden Stopp aller dieser Planungen. Und dass die Damen und Herren Bundestags-Abgeordnete endlich ihren Job machen und dergleichen verhindern. Sollte etwa – wie ja behauptet – durch zusätzliche Stellen Raumknappheit in Büros bestehen, so lässt sich das sicher auch durch preiswerte Zweckbauten lösen.

Auf einen weiteren Aspekt wies der Landesvorsitzende der Bayernpartei, Florian Weber, hin: „Die Republik steht wahrscheinlich – coronabedingt – am Anfang einer wirtschaftlichen Krise. Leute verlieren ihre Jobs oder sind in Kurzarbeit und in Berlin baut man Neu-Versailles. Aber daran sieht man, wie weit sie in Berlin mittlerweile den Kontakt zur Bevölkerung verloren haben und in ihrer mehr als auskömmlich finanzierten Blase leben.

2028 soll übrigens Einweihung sein. Wenn es so weitergeht, dann wird die Stimmung wie beim letzten großen Jahrestag der DDR sein. Drinnen wird noch einmal pompös gefeiert, während draußen die Republik schon massiv bröckelt.“

(Bild/Pixabay)