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Söders geplantes Verbrennungsmotoren-Aus ist planwirtschaftliches Wunschdenken

29. September 2020

Kürzlich ließ der bayerische Ministerpräsident Söder mit einer Ankündigung aufhorchen. Ab dem Jahr 2035 soll es in der ganzen Bundesrepublik keine Neuzulassungen für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren mehr geben. Söder reihte sich damit ein in eine ganze Reihe von Ankündigungsweltmeistern, wie etwa dem Gouverneur des amerikanischen Bundestaates Kalifornien.

Für die Bayernpartei ist dies aus einer ganzen Reihe von Gründen reines Wunschdenken. Es ist nämlich völlig unklar, wie Alternativen aussehen sollen. Die derzeit so viel gepriesene Elektromobilität ist weder umweltfreundlich noch belastbar. Das beginnt mit den dafür benötigten Rohstoffen, die unter meist menschenverachtenden Umständen und gewaltigen Umweltschäden aus der Erde geholt werden. Geht weiter über lange Ladezeiten, nicht löschbare Batterien und zu wenigen Ladestationen – beispielsweise in Urlaubsländern. Und hört mit einem Szenario eines Staus im Winter mit lauter entladenen Fahrzeugen noch lang nicht auf.

Auch die Wasserstoff-Technologie ist bei weitem noch nicht ausgereift und benötigt gewaltige Mengen an Strom. Auch hier müsste man realistischer Weise eingestehen, dass dies mit der gleichzeitig stattfindenden „Energiewende“ wohl nicht zu machen sein wird. Allerdings haben sich Planwirtschafts-Visionäre noch selten von der Realität beeinflussen lassen.

Auf einen weiteren Aspekt wies der Bayernpartei-Vorsitzende Florian Weber hin: „Ganz glaubhaft ist dieser Bückling in Richtung Zeitgeist nicht. Nach wie vor möchte die CSU etwa Kaufprämien auch für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Eine gewisse Beliebigkeit bei der gerade gültigen Meinung hat aber immer zum Markenkern der CSU gehört.

In diesem speziellen Fall ist das aber vielleicht nicht einmal schlecht. Denn sollte sich die Verkehrspolitik tatsächlich nach den grünen Fundamentalisten richten, dann fahren wir ab 2035 wohl hauptsächlich wieder mit Eselskarren.“

(Bild/Pixabay)