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Ereignisse in Bremen unterstreichen die Notwendigkeit von Aufnahmeprüfungen an bayerischen Universitäten

30. Juni 2020

Im Bundesland Bremen wurden die Noten im Mathematik-Abitur pauschal um zwei Punkte angehoben. Als Grund wurde genannt, dass die Aufgaben zu schwer waren. Die Verständlichkeit der Texte, die größtenteils aus dem zentralen Abi-Pool gekommen wären, sei sehr schwierig gewesen.

Für die Bayernpartei ergeben sich daraus zwingend zwei Folgen. Zum einen, dass auf Sicht eine Vergleichbarkeit der Abiturnoten innerhalb der Bundesrepublik schlicht nicht gegeben ist. Denn auch das bayerische Mathematik-Abitur war dem Vernehmen nach dieses Jahr sehr anspruchsvoll – ohne dass das Kultusministerium im Nachgang pauschal Punkte vergeben hätte.

Und daraus folgend, dass es unerlässlich ist, an bayerischen Universitäten Aufnahmeprüfungen für Abiturienten ohne bayerisches Abitur einzuführen.

Die Begründung durch den Landesvorsitzenden der Bayernpartei, Florian Weber: „Gerade bei Fächern mit einem Numerus Clausus ist es doch für bayerische Steuerzahler – und damit Uni-Finanzierer – nicht einzusehen, dass ihre Kinder an einer bayerischen Hochschule nicht studieren können, weil jemand mit einem besseren Notendurchschnitt – etwa aus Bremen – den Vorzug erhält. Dass dieser Abiturdurchschnitt durch den Eingriff des dortigen Kultusministeriums zustande kommt, wird sicher nicht berücksichtigt.

Ich gönne wirklich jedem Abiturienten – auch aus Bremen – ein gutes Abitur. Wenn es aber dazu führt, dass bayerische Schulabgänger diskriminiert werden, dann ist es die Pflicht der bayerischen Staatsregierung, hier tätig zu werden. Man könnte dies nun natürlich auch pauschal handhaben und nicht-bayerische Abiturnoten um beispielsweise eine Note verschlechtern. Da man aber eine Ungerechtigkeit nicht mit einer anderen aufwiegen kann, plädieren wir für Aufnahmeprüfungen.“

(Bild/Pixabay)