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Zeitumstellung bleibt ein Ärgernis

30. März 2020

Seit dem Wochenende gilt hierzulande wieder die Sommerzeit. Und ein Ende des etwa halbjährlichen Rituals „an-der-Uhr-drehen“ ist nicht in Sicht. Trotz des Umstands, dass sich eine überwältigende Mehrheit der Teilnehmer in einer europaweiten Online-Befragung für eine einheitliche Zeit ausgesprochen hat und auch das EU-Parlament will die Zeitumstellung – übrigens bereits 2021 – abgeschafft wissen. Und doch kommt das Ganze wegen des sattsam bekannten Europa-Harmonisierungs-Fetischs nicht voran. Von den seinerzeit erhofften Effekten der Sommerzeit – etwa bei der Energieeinsparung – spricht heutzutage ohnehin niemand mehr.

Für die Bayernpartei bleibt die Zeitumstellung ein echtes Ärgernis. Grade die „gestohlene Stunde“ im Frühjahr führt bei vielen zur Übermüdung und Eltern wissen um die Schwierigkeiten etwa von Grundschülern. Noch gravierender sind die steigenden Unfallzahlen in der Gewöhnungsphase und gesundheitliche Probleme. Gerade in „Corona-Zeiten“ sind solche hausgemachten und überflüssigen Belastungen des Immunsystems vieler Menschen grob fahrlässig.

Ergänzend merkte der Bayernpartei-Vorsitzende Florian Weber an: „Das Problem Zeitumstellung reicht tiefer. Die EU muss aufpassen, nicht noch weiter an Zustimmung zu verlieren. Gerade in der „Corona-Krise“ gibt Brüssel ein trauriges Bild ab. Die bisher getroffenen Maßnahmen kamen von den Staaten oder hierzulande von den Bundesländern. Aus der EU-Zentrale gab es nur ein groteskes Video, in dem man die EU-Kommissionspräsidentin beim Händewaschen beobachten konnte.

Der Eindruck, dass Brüssel in solchen Krisen-Situationen hilflos ist und man sich nicht einmal bei so etwas wie der Zeitumstellung einig wird, kann mittelfristig zu einer Existenzkrise der EU führen.“

(Bild/Pixabay)