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Tesla-Fabrik in Brandenburg – vom politisch korrekten Geldverbrennen

19. Februar 2020

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat die Rodungen für das neue Tesla-Werk in Brandenburg gestoppt. Das hat für einen Aufschrei bei der dortigen Politik gesorgt, sollen doch dem Vernehmen nach 10.000 Arbeitsplätze entstehen.

Nach Ansicht der Bayernpartei lohnt aber generell ein kritischer Blick auf das Ganze. Denn bisher sind die von Tesla angebotenen Fahrzeuge ein reines Nischenprodukt, ein Spielzeug für die oberen paar Tausend. Das groß angekündigte „Modell 3“, quasi der für alle erschwingliche E-Mobil-Volkswagen, ist nach übereinstimmenden Presseberichten „tot“ – mangels Nachfrage.

Tesla verdient mit dem Verkauf von Autos kein Geld – warum also eine Fabrik in Brandenburg? Zwei Aspekte. Zertifikatehandel – durch europäische Regelungen sind Hersteller von Benzin- oder Dieselfahrzeugen gezwungen Tesla Verschmutzungsrechte abzukaufen. Und natürlich Subventionen. Noch ist nicht klar, um wieviel Geld ist hier geht, es kursieren aber Zahlen von mehreren hundert Millionen Euro. Wo aber Steuergeld in der Gegend rund um Berlin ausgegeben werden soll, ist nach Ansicht der Bayernpartei maximale Skepsis angebracht.

Deswegen auch der Kommentar des Bayernpartei-Vorsitzenden, Florian Weber: „Ich vermute, wir erleben hier gerade, wie Steuergeld verbrannt wird – aber politisch korrekt. Denn der Zeitgeist hat einen Narren an der sogenannten Elektro-Mobilität gefressen. Trotz mangelnder Reichweite oder etwa großen Schwächen des Betriebs bei Kälte. Und vor allem trotz der mitunter menschenverachtenden Abbaubedingungen der notwendigen Rohstoffe für die Batterien.

Wenn es um das Goldene Kalb E-Mobilität geht, ist aber auf einmal fast alles egal. Da sind dann die bis zu 300 Hektar Kiefernwald egal, der weichen muss. Und auch der hohe Wasserbedarf bei der Produktion. Und völlig egal ist das – auch bayerische – Steuergeld, das hilft, den Traum der etablierten Politik noch ein bisschen länger träumen zu können. Wenn sich aber ein Produkt trotz aller Förderung einfach nicht auf dem Markt durchsetzen kann, dann ist es zum Scheitern verurteilt. Und das sollte man dann auch akzeptieren.“

(Bild/Pixabay)