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Irrweg Elektromobilität

5. November 2019

Die etablierte Politik tut viel dafür, dass die einheimische Bevölkerung doch bitte endlich mehr (und zwar viel mehr!) auf die Elektromobilität setzt. Doch bisher reagieren Otto und Susi Normalverbraucher erstaunlich zurückhaltend, ja sogar bockbeinig auf die angeblich heilsbringende Technologie.

Und die Politik reagiert, wie sie nun einmal reagiert: Nicht durch Mit-Gutem-Beispiel-Vorangehen (zumindest ist von großflächigem Einsatz von E-Autos in der Flotte des Bundestags wenig bekannt, dafür aber durchaus von überdimensionierten PS-Schleudern). Die Politik versucht es wieder einmal mit (wenig) Zuckerbrot und (viel) Peitsche. Kanzlerin Merkel verspricht eine Million Ladestationen bis 2030. Es gibt Kaufanreize, die im Land Berlin („Berlin-Förderung“) sogar so weit gehen, dass bei Erwerb eines vergleichsweise kleinen E-Autos der Käufer nur mehr Kosten für Versicherung und Strom hat. Andererseits möchte man die Besitzer von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor durch eine Reform der KFZ-Steuer massiv zur Kasse bitten – zusätzlich zur bereits beschlossenen CO2-Steuer. Das Ganze gipfelt – wie so oft – in grünen Verbotsphantasien, also den sattsam bekannten Champagner-Ökologen, die Familien oder mittelständischen Betrieben am liebsten morgen ihr sauer erspartes Fahrzeug verbieten wollen.

Für die Bayernpartei zeigt sich, dass das Gespür der Bevölkerung für solche Sachen wieder einmal erheblich besser ist, als das der „hohen“ Politik, die in ihrer Echokammer im eigenen Saft vor sich hin schmort und von den Sorgen und Nöten der Leute kaum noch etwas mitbekommt. Auch für die Bayernpartei ist das fast ausschließliche Setzen auf Elektromobilität ein Irrweg.

Die Begründung durch den Landesvorsitzenden, Florian Weber: „Das beginnt doch bei Materialien, die für diese Technologie benötigt werden und die unter zum Teil menschenunwürdigen Bedingungen und mit erheblichen Folgeschäden aus der Erde geholt werden. Das geht weiter über Elektrofahrzeuge, die bei einem Brand in einen mit Wasser gefüllten Container verbracht werden müssen, weil sie nicht aufhören zu brennen. Und das hört bei der Vorstellung eines Staus im Winter, bei dem dann mehrere hundert entladene Fahrzeuge auf der Autobahn stehen und dann einzeln mit einem Diesel-Aggregat wieder aufgeladen werden müssten, noch lange nicht auf.

Auch der Bayernpartei ist bewusst, dass sich im Straßenverkehr vieles ändern muss. Nach derzeitigem Stand sehe ich die reine E-Mobilität vielleicht als Nischenlösung für Ballungsräume. Gerade in ländlichen Gebieten wird man andere Lösungen, wie etwa Hybridfahrzeuge oder wasserstoffgetriebene Motoren brauchen.“

(Bild/Pixabay)