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Die Union ist in der völligen politischen Beliebigkeit angekommen (Kommentar)

14. August 2018

Nachdem der CDU-Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Daniel Günther, am Wochenende mit seiner Annäherung an die Linkspartei für Furore sorgte, legte nun eine weitere Unions-Formation nach.Der „Konservative Aufbruch Mittelfranken“ sprach sich dafür aus, im Zweifelsfall lieber mit der AfD zu koalieren.

Offensichtlich ist die Union mittlerweile in der völligen politischen Beliebigkeit angekommen. Es geht nur darum, irgendwie an der Regierung und damit an den Futtertrögen der Macht zu bleiben. Ob man dazu mit ehemaligen SED-Kadern oder mit anti-bayerischen, deutsch-nationalen Zentralisten koalieren muss, scheint den Opportunisten von CSU und CDU völlig gleichgültig.

Der Spitzenkandidat der Bayernpartei zur bayerischen Landtagswahl, Florian Weber, kommentierte: „Dass die Union eine Wundertüte ist, bei der man nach der Wahl oft ganz etwas anderes erhält, als man sich vorher erhofft hatte, ist nun wahrlich nichts Neues. Verblüffend aber ist die Offenheit, mit der der eigene Opportunismus gehandhabt wird. Für jeden Geschmack wird ein innerparteiliches Grüppchen gegründet und am Ende macht die Parteiführung, was sie will. Die einzigen Maßgaben sind dann offensichtlich Posten, Dienstwägen und dergleichen.

Nun kann man sich durchaus hinter Phrasen verstecken und die völlige inhaltliche Entkernung eine Zeitlang kaschieren. Aber der CDU und ihrem bayerischen Landesverband gelingt das immer schlechter. Die Union ist gerade dabei, ihren Status als Volkspartei zu verspielen. Die Zukunft Bayerns liegt unserer Ansicht nach jedenfalls nicht an den politischen Rändern, sondern in einer vernünftigen Politik mit Augenmaß. Und mit Prinzipien. Und dafür steht die Bayernpartei.“

(Foto/Pixabay)