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CSU hat kein Interesse an bayerischer Eigenständigkeit

16. März 2018

Nun besetzt Markus Söder also das von ihm so lange herbeigesehnte Amt des bayerischen Ministerpräsidenten. Und wie von ihm gewünscht wurde er in einer Sondersitzung des Landtages gewählt. Also im vollem Rampenlicht, anstatt wie eigentlich angedacht im Rahmen einer regulären Landtagssitzung. Aber dann hätte die „Königskrönung“ ja nur als blasses Nebenereignis zur Wahl der „Ewigen Angela“ in Berlin stattgefunden.

Die Begründung der Sondersitzung durch den designierten CSU-Generalsekretär Markus Blume, es handele sich hierbei um eine „Frage von bayerischer Eigenständigkeit und freistaatlichen Selbstbewusstseins“, ist selbstverständlich reiner Etikettenschwindel.

Es hätte eine ganze Reihe von Dingen gegeben, deren Erhalt für die bayerische Eigenständigkeit und das freistaatliche Selbstbewusstsein wichtig und essentiell gewesen wäre – an dieser Stelle sei nur an die bereitwillige Abgabe der Zuständigkeit für die Bildungspolitik an den Bund oder die völlig unnötige und schädliche Auflösung der bayerischen Grenzpolizei erinnert.

Bayerische Eigenständigkeit und freistaatliches Selbstbewusstsein aber am Drang eines Selbstdarstellers ins Rampenlicht festzumachen, ist der blanke Hohn. Es handelt sich hier um einen Egotrip – und um sonst nichts.